Unrealistische Vorschläge der Bürgerinitiative "Rettet das Rathaus" Der Vorsitzende der Siegburger CDU-Fraktion, Jürgen Becker, zu den Vorschlägen für eine dezentrale Lösung zusätzlicher Geschäftsflächen
„Die Vorschläge für dezentrale Lösungen zusätzlicher Geschäftsflächen sind – leider – unrealistisch. Wären Sie wirklich realisierbar und gäbe es ernsthafte Interessenten oder Branchen in den Größeneinheiten, wie wir sie nach den Feststellungen des Einzelhandelsgutachtens dringend brauchen, dann hätten sie ja seit vielen Jahren realisiert werden können. Schon Altbürgermeister Krieger hatte ebenso wie sein Nachfolger Franz Huhn sich immer wieder für Projekte an den genannten Standorten (Ausnahme: den Liegenschaftsbereich an der Holzgasse, der von den Eigentümern ins Spiel gebracht worden ist) engagiert. Aber diese Standorte haben ihre Schwächen, die eine Realisierung nicht zuließen:
1. Die unmittelbare Zuordnung von Parkplätzen zu den Geschäftshausneubauten – die für die benötigten Großmieter aber unerlässliche Bedingung ist – ist verkehrstechnisch nur schwierig und von den Kosten her überhaupt nicht darstellbar zu realisieren. Dass das „Allianzparkplatz“-Gelände als Bestandteil eines dezentralen Lösungskonzepts aufgeführt wird, ohne die verkehrsmäßige Erschließung zu regeln, zeigt, wie unseriös der Vorschlag ist. Eine Verkehrsführung in diesem Bereich ist eben nur über die Liegenschaft des Rathauses möglich, wie bei der Einkaufsgalerie eingeplant. 2. Mieter mit großflächigen Betrieben können gerade wegen der großen Flächen nur geringe Mieten pro Quadratmeter zahlen. Deshalb sind Investorenprojekte, die nur – wie beim dezentralen Konzept – Platz für großflächige Betriebe anbieten, von vornherein zum Scheitern verurteilt. Und infolge dessen haben wir für diese großflächigen Betriebe nur die – wohl einmalige Chance – sie in einer neuen Einkaufsgalerie zu gewinnen. Nur in einer Galerie mit einem Branchenmix und folglich auch einem Kostenmix kann ein Investor auskömmlich Einnahmen erzielen. Fazit: Das dezentrale Konzept ist ein reines Wunschdenken. Es gaukelt Lösungen vor, die unrealistisch sind! Wenn Siegburg sich nicht für eine Einkaufsgalerie entscheidet, steht es am Ende mit leeren Händen da!“
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